AWT Thüringen GmbH

Bildungspark Greiz

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Warum die »Eierschule« die »Eierschule« ist ...

 

Schule 1918

Die Schule im Jahr 1918

 

1. Das Gebäude

Ab dem Jahr 1911 erfolgte der Schulneubau in der Idastraße 38 (heute August-Bebel-Straße), der 1912 seiner Bestimmung übergeben wurde. Als Höhere Webschule wurde die Schule vom Webschulverein Greiz e.V. betrieben und geleitet.
Die kapitalistische Produktionsweise hatte sich inzwischen auch in der Textilindustrie durchgesetzt – Greizer Webereien sind im Ostthüringisch-Westsächsischen Raum führend.

 

Notgeld (1921) mit dem Bild der Schule

 

1941 wurde eine Gemeinschaftslehrwerkstatt im Gebäude der Höheren Webschule eingerichtet, die bis 1949 den Berufsnachwuchs ausbildete.
Ab September 1941 kamen allerdings Kriegsgefangene und "Fremdarbeiter" als Ersatz für Kriegsdienstleistende in die Textilbetriebe.
Von 1948 bis 1951 befand sich hier die Ingenieurschule für Textilindustrie.

 

2. Gründung der »Eierschule«

Die Schule wurde 1958 als »Fachschule für Erfassung und Aufkauf landwirtschaftlicher Produkte« neu gegründet.
Ihre Abgänger hatten die Aufgabe, bei den Bauern (LPG existierten zu dieser Zeit nur vereinzelt) Milch, Stroh, Heu, Schweine, Rinder, Geflügel und natürlich auch Eier qualitätsgerecht aufzukaufen. Deshalb war die Fachschule im Volksmund schon bald unter dem Namen »EIERSCHULE« bekannt.
Den Hauptstandort bildeten ursprünglich einige barackenähnliche Gebäude in Brieselang nördlich von Berlin, die dem großen Ausbildungsbedarf an Aufkäufern auf Dauer jedoch nicht gerecht werden konnte.
Mit dem Freiwerden der alten Webschule in Greiz erfolgte deshalb der aufwändige Schulumzug nach Thüringen – mit Studenten, Dozenten, deren Familien, Material und kompletter Einrichtung.

Der Umzug erfolgte mit der 7. Matrikel.

Um den riesigen Bedarf an Aufkäufern decken zu können, wurden außerdem eine ganze Reihe Außenstellen für die Ausbildung der Fernstudenten gegründet, z. B. in Erfurt, Dresden, Leipzig, Magdeburg-Frohse, Oranienburg-Luisenhof und Rostock-Warnemünde.

 

3. Weitere Entwicklung

Die ersten beiden Studienjahre waren in Greiz als Direktstudium zu absolvieren, das dritte wurde zum Praktikumsjahr umgestaltet. Das wiederum bedeutete, die Studenten arbeiteten in ihren Delegierungsbetrieben und kamen einige Male zu Vorlesungen und Prüfungen an die Außenstelle in Magdeburg. Das ging etwa bis 1974.

Mit der 17. Matrikel erfolgte eine Trennung der Ausbildung in Ingenieurökonomie und Technik.
Die Ingenieurökonomen fanden ihre Arbeitsplätze in den Betrieben der Lagerwirtschaft, die Ingenieure in der Mischfutter- und Mühlenindustrie.

 

4. Ausländerstudium

In Greiz wurde eine Studentin aus der Mongolei und eine aus Namibia ausgebildet. Außerdem kammen zwei Absolventen aus Angola, zwölf aus Ägyten und sieben aus Kuba.

 

 

Die Schule heute: Sitz der AWT Thüringen GmbH Greiz